Das neue iOS 7 – Endlich echte Neuerungen und ein komplettes Redesign

Das neue iOS 7Gestern Abend, nach unserer Zeitrechnung, wurde in San Francisco das neue iOS 7 vorgestellt und dieses Mal gab es nicht nur ein paar zusätzliches Features, die man sich mühsam zusammensuchen muss. Auf den ersten Blick ist schon ersichtlich, das Apples neues Betriebsystem für iPhone und Co komplett überarbeitet wurde und längst überfällige Funktionen bekommen hat.

Bei den letzten Update war es immer so, das ich schon genau hinsehen musste, wo denn nun eine Änderung erfolgte. Im Grunde hat sich eigentlich kaum etwas in der Nutzung und dem Interface getan. Das ist beim iOS 7 grundlegend anders. Hier hab es nicht nur Feature, die man schon lange erwartet, sondern auch ein optisches Redesign. Im Folgenden möchten wir euch die wichtigsten Neuerungen kurz vorstellen.

  • Komplett neues Design
  • Als erstes fällt natürlich das neue Design auf. Das gesamte Benutzerinterface und auch das Erscheinungsbild der System-Apps hat sich grundlegend geändert. Dazu gehört auch der animierte Lockscreen in 3D und eine nette Spielerei, bei er sich der Homescreen mit dem iPhone bewegt. Während das alles kosmetische Änderungen sind, gibt es aber auch echte Neuerungen, wie der nächste Punkt zeigt.

  • Der neue Lockscreen
  • Neben der reinen optischen Veränderung im Lockscreen hat sich die Mitteilungszentrale auf den Startbildschirm gesellt. Künftig kann man sich alle wichtigen Meldungen ansehen, ohne dafür das iPhone entsperren zu müssen.

  • Komplett neu – Das Control Center
  • Auf dieses Feature haben viele schon lange gewartet. Vermutlich ist es auch einer der Hauptgründe, warum man sein iPhone mit einem Jailbreak versehen hat. Eine der ersten Apps, die über Cydia installiert wurden, war SB Settings, mit dem man genau die Einstellungen im Schnellzugriff hatte, die jetzt das neue Control Center bringt.


    Aufgerufen wird es durch einen Fingerwisch vom unteren Bildschirmrand. Zu den Einstellungen, die sich dort verändern lassen gehört WiFi, Bluetooth, Flugzeugmodus und Displaysperre. Aber auch die Bildschirmhelligkeit lässt sich an dieser Stelle verändern. Sowohl Sperre als auch Helligkeit ließen sich auch im iOS 6 schon verändern, indem man mit einem Doppelklick auf den Homebutton den Task Switcher geöffnet hat. Häufig genutzte Apps, wie eine Taschenlampe, Taschenrechner oder die Kamera, finden dort ebenfalls ihren Platz. Mit diesem neuen Feature hat Apple endlich mit Android gleichgezogen. Dort gibt es diese Schnelleinstellungen schon sehr lange.

  • Mehr Gesten für zusätzliche Features
  • Bislang beschränkten sich die Gesten auf dem iPhone daraus, durch die Homescreens zu wischen und die Mitteilungszentrale herunterzuziehen. Zusätzlich lässt sich jetzt auch das neue Kontrollzentrum von unten heraufholen. Eine Art Zurück-Button bildet die Wischgeste vom linken Displayrand, die zu vorherigen Screens zurückspringen lässt.

  • Updates im Hintergrund
  • Während man derzeit noch jede einzelne App über den App Store updaten muss, können häufig genutzte Apps künftig automatisch im Hintergrund aktualisiert werden. Dieses Feature sollte man jedoch mit Vorsicht genießen. Immer wieder mal kommen Updates heraus, die mit Fehlern behaftet sind und eine wichtige App daraufhin nicht mehr funktioniert. In den Rezensionen kann man dies anhand der schlechten Bewertungen sofort sehen. Wird das Update jedoch automatisch ausgeführt, dann lässt es sich im Nachhinein nicht mehr überspringen und man muss eine ganze Weile auf die Korrektur warten. Da es durchaus eine Woche und länger dauern kann, bis Apple ein Update im Review freigibt, kann das schon sehr ärgerlich sein. Grundsätzlich finde ich diese Funktion aber sehr nützlich und hoffe, das man gezielt die Apps einstellen kann, die automatisch aktualisiert werden sollen.

  • Verbesserte Kamera-App
  • Auch bei der Kamera-App hat sich einiges getan und man sieht mal wieder den klaren Trend, sich immer mehr an den sozialen Netzwerken zu orientieren. Instagram hat hier einen eigenen Modus namens Square bekommen. Am unteren Rand befindet sich ein neues Menü, mit dem man schnell zwischen den verschiedenen Modi der Kamera wechseln kann. Die geschossenen Bilder lassen sich künftig nach verschiedenen Kriterien direkt sortieren, ohne das man dazu erst den Weg über iTunes und dort angelegte Ordner gehen muss.

  • Siri mit noch mehr Funktionen
  • Siri kann schon eine ganze Menge. Neu hinzugekommen sind hier auch die Funktionen aus dem neuen Kontrollzentrum. Demnach lassen sich WiFi, Bluetooth und Co auch per Spracheingabe ein- und ausschalten. Neben der neuen, männlichen Stimme kann künftig auch Twitter und Wikipedia direkt durchsucht werden.

  • Komplett neu – iTunes Radio
  • Dieses Feature wurde in den letzten Wochen in vielen Gerüchten behandelt. Für mich persönlich ist es aber eher die uninteressanteste Neuerung von allen. Aber der eine oder andere wird sicher Gefallen am neuen Streaming Dienst von Apple finden.

iPhone5-ios7-2

Wie man sieht, hat sich eine ganze Menge mit dem neuen iOS 7 getan. Die obige Aufzählung ist natürlich nur ein kleiner Teil der gesamten Änderungen. Dazu kommt noch der Vollbildmodus des Mobile Safari und die bessere Suche in einem universellen Feld, wie man es schon lange vom Firefox und Google Chrome gewohnt ist. Interessant ist sicher auch die neue Möglichkeit, das Gerät bei Verlust komplett zu sperren, sodass es auch nicht wiederhergestellt werden kann. Ob sich das nicht doch irgendwie umgehen lässt, wird die Praxis zeigen. Sobald das neue System offiziell verfügbar ist, wird jeder für sich noch viele weitere Neuerungen entdecken, von denen manche gut und einige auch weniger gut sind. Aktuell wurde aber erst eine Beta an die Entwickler herausgegeben.

Welche iGeräte kommen in den Genuss des neuen iOS 7?

Es ist natürlich auch wichtig zu wissen, welche der Geräte dieses Update installieren können und ob dann auch alle Funktionen verfügbar sind. Nach derzeitigem Stand können Besitzer eines iPhone 5, iPhone 4S, iPhone 4, iPad 4, iPad 3, iPad 2, iPad mini und iPod touch der 5. Generation ihr Gerät auf iOS 7 updaten. Gerade im Bereich der Kamera gibt es deutliche Unterschiede. Viele Funktionen sind auf einem iPad erst gar nicht verfügbar. Auch bei den Filtern muss man schon ein iPhone 5 oder iPod touch 5 besitzen, da alle älteren Modelle diese neue Funktion nicht unterstützen.

Verzichten muss man leider immer noch auf die unter Android sehr beliebten Widgets. Diese hätte ich sehr gerne im iOS 7 gesehen.

Bilder: apple.com

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